Die Ausstellung thematisiert erstmals die Potenziale von auf dem Meer produzierten Grünen Wasserstoff und informiert über den aktuellen Forschungsstand bei der Technologieentwicklung. Gleichzeitig zeigt sie potentielle Auswirkungen auf die Umwelt auf und vermittelt Wissenswertes für die betroffenen Küstenregionen der Nord- und Ostsee.
Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Grüner Wasserstoff wird in diesem Prozess eine Schlüsselrolle einnehmen. Durch klimaneutral, z. B. durch Windenergie, erzeugten Wasserstoff könnten im Jahr 2050 schätzungsweise 54 Mio. Tonnen Kohlendioxid allein im Chemiesektor eingespart werden. Stehen die Windenergieanlagen auf dem Meer, hat das viele Vorteile. Gleichzeitig stellt das die Forschung aber auch vor große Herausforderungen. Denn Robustheit, Verlässlichkeit und Korrosionsbeständigkeit sind wichtige Aspekte für den maritimen Einsatz dieser Technologie. Forschende aus Deutschland untersuchen zudem, welche Umweltparameter berücksichtigt werden müssen und welcher Transportweg für Wasserstoff und Folgeprodukte, wie Ammoniak und Methanol, am effektivsten ist.
Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum ab Klassenstufe 8 und überzeugt durch eindrucksvolles sowie spielerisches Heranführen an komplexe Themen, unter anderem:
- Energie erleben: Auf einem gepolsterten Tretgenerator-Rad können Besucherinnen und Besucher buchstäblich „erfahren“, wie viel Energie in Alltagstechnik steckt.
- Wasserstoff auf See: Ein maßstabsgetreues Windrad-Modell und ein Elektrolyseur-Container nehmen Gäste mit aufs offene Meer – wo Innovation zur Realität wird.
- Umweltschutz hautnah: Ein Bullauge gewährt direkte Einblicke in die Unterwasserwelt; Geräusche und Interviews mit Fachleuten sorgen für tiefere Einsichten in die Meeresumwelt.
- Küsten von morgen: Ein kreatives Zukunftsszenario lädt zum Nachdenken ein; die eigene Vision lässt sich per „Zukunftstelefon“ aufzeichnen.
- Nachhaltigkeit zum Anfassen: 17 Tafeln zeigen auf, wie sich grüner Wasserstoff auf die globalen Nachhaltigkeitsziele auswirkt.
Die Ausstellung wurde von EUCC – Die Küsten Union Deutschland e. V. im Rahmen des Wasserstoff-Leitprojektes H2Mare konzipiert und zusammen mit der EuroScience GmbH umgesetzt.